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© svetography, Adobe Stock, 2021

 

Schluss mit den falschen Vorstellungen!
Warm-up und Warm-down sind für Tanzende unerlässlich

Warm-up ist essenzielles Training, um den Körper leistungsfähig für die zu erwartenden Übungen machen. Es ist KEIN Zusatz-Training und gehört daher IN den Unterricht! Wer anders denkt, liegt aus Sicht der Dance Science leider gänzlich falsch.

Dance-Science-Wissenschaftler empfehlen für ein adäquates Warm-up diese Inhalte: Gelenke-Warm-up, Roll-down, Füße-Übungen, Pliés, Sprünge/Kardio-Training, Bauchmuskeln/Core-Training und einen Kurz-Stretch.

Stretching: Viele Studien – ein Fazit

Das Thema Stretching wird in der Tanzszene immer noch kontrovers diskutiert. Dehnen steigert die Flexibilität – das steht außer Frage. Belastung und Schmerz sollten dabei jedoch vermieden werde. Stretchen ist eben nicht gleich Stretchen.

Besonders beim Dehnen im Warm-up sind aus Präventionsgründen Contract-Release-Techniken zu bevorzugen, um die Muskeln vorzubereiten und nicht schon vor der Belastung auszudehnen. Tanzlehrerende und Tanzende sollten davon absehen, sich beim Aufwärmen ausschließlich auf statische Dehnungen zu verlassen. Zusätzlich zu den eher kurzen statischen Dehnungen sollten unbedingt dynamische Dehnungen einbezogen werden.

Fitness im Tanz zur Prävention von Verletzungen

Bei schlechter Fitness ermüdet der Körper schneller und das Verletzungsrisiko steigt. Leider sorgt Tanztraining allein nicht für die erforderliche Fitness. Eine Verbesserung des kardio-respiratorischen Systems kann z. B. durch den „Dance Aerobic Fitness Test“ für Laien bis Profis erzielt werden.

Warm-down ≠ Cool-down

Das Warm-down ist als Training zur Regeneration des Körpers zu verstehen. Es soll den Körper zurück zur Normalität bringen, die Regeneration der Muskeln beschleunigen, das Verletzungsrisiko minimieren, den Parasympathikus für das Wiederherstellen der Energiereserven aktivieren, die Regenerationsfähigkeit des Skelettmuskels gewährleisten und das Immunsystem stärken, da nach abruptem Aufhören der Körper anfällig für kleinere Infektionen sein könnte. Die Inhalte eines Warm-downs sind nicht abhängig von der Tanzform, sondern vom Level der Tänzer*innen und den vorangegangenen Belastungen.

Hinweis: Stretching selbst ist kein gutes Mittel, um sich des leidigen Muskelkaters zu entledigen. Leichte Vibrationen können die tiefensensible Nerven-Muskel-Kommunikation erhöhen, was zu Schmerzreduzierung, Verbesserung der Stimmung und möglicherweise zur Verbesserung der Lymphdrainage führen kann. Eine aktive Erholungsphase wie Wandern, Radfahren, andere Sportarten etc. reduziert den Laktatgehalt im Blut ausreichend Ruhephasen sollten eingehalten werden, da all dies zur Regeneration nach einem Training beiträgt.

Der gesamte Artikel ist nachzulesen bei DANCE for YOU: 100. Ausgabe (04/21)

Kontakt:
Gerd Mittag, M.Sc. & MAS Dance Science
ta.med - Tanzmedizin Deutschland e. V.
gerd.mittag@tanzmedizin.com 

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© Sophia Lindner

a c t ‘ b l e

Spitzenschuhe neu gedacht – weniger Schmerzen, längere Lebensdauer und ganz neue Möglichkeiten der Bewegung. Auf der Spitze kraftvoll, und flexibel für die Auf- und Abrollbewegung durch das Relevée.

Der Fuß wird zu Beginn vermessen, um daraufhin eine Form der Sohle zu generieren, die sich den individuellen Bedürfnissen der Athlet*innen perfekt anpasst. Fuß und Zehen werden aufgrund dieser Sohlen-Geometrie und der separaten „Skin“ (Überschuh) optimal unterstützt, und die Gesundheit des gesamten Körpers wird geschont. Aufwendiges Präparieren und passend Machen wird überflüssig und die Lebensdauer durch das zweiteilige Sohlen-Skin-Prinzip und moderne Materialien um ein Vielfaches länger.

Mit dieser Idee wurde die Designerin Sophia Lindner 2018 zum 14. Kongress für Tanzmedizin eingeladen - vielleicht erinnert sich der ein oder andere an ihren Auftritt. In der Zwischenzeit ist das Projekt zu einem jungen Unternehmen herangewachsen, und in unserem Studio in Karlsruhe wird an tanzbaren Prototypen gearbeitet, welche hoffentlich schon ganz bald bühnenreif sein werden. Unser Weg dorthin wird begleitet von unseren Partnern und Experten aus unterschiedlichsten Bereichen. Dazu gehören das Fraunhofer-Institut in Stuttgart (Forschung), Tanzmediziner*innen und Spezialist*innen aus er Schuhindustrie.

Ein Stück Weg liegt allerdings noch vor uns, um einen Schuh zu schaffen, der jeden Fuß wirklich ideal unterstützt – und schützt:

Im Moment heißt es daher testen, testen, testen. Vor Ort begleiten uns Profitänzerinnen der umliegenden Theater und Kompanien - und weltweit mithilfe unseres online Fragebogens - um die verschiedensten Bedürfnisse, Wünsche, Erfahrungen und Visionen kennenzulernen und in den Entwicklungsprozess mit einzubinden. Damit der große Entwicklungsschritt des ikonischen und traditionsreichen Spitzenschuhes gelingt, ist die enge Zusammenarbeit mit Athlet*innen das Wichtigste überhaupt, und das Feedback und Engagement nebenbei die größte Motivation!


Eine herzliche Einladung also an alle, neugierig dem Link zu folgen, mitzumachen, zu teilen, zu posten und weiterzuleiten. Eine repräsentative Anzahl an Ergebnissen ist jetzt besonders wichtig, da uns Verhandlungen mit Investoren bevorstehen, die wir überzeugen möchten … (und müssen!), damit die Vision Wirklichkeit werden kann.
https://actable.typeform.com/to/OsxXL5

 

Mehr als Willkommen sind Tänzer*innen in erreichbarer Nähe zu Karlsruhe, die ein Teil von act’ble werden wollen und gemeinsam mit uns ihre eigenen Prototypen testen wollen. Wir freuen uns über jede Nachricht!!

hello@abletoact.com