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Nr. 6


©pexels, 2023

Salutogenese versus Pathogenese 
Unterschiedliche Herangehensweisen in der Betrachtung der Gesundheit aus der Perspektive der Integralen Tanz- und Ausdruckstherapie (ITA)

Tänzerinnen und Tänzer, Tanzpädagoginnen und Tanzpädagogen erfahren in der Ausbildung, im Beruf wie auch auf der Bühne vielfältige Belastungen, die bei Nichtbeachtung ihre Gesundheit schädigen können. Nicht alle diese Belastungen sind rein somatischer Art. Psychische Faktoren wie Stress oder Ängste wirken sich ebenso auf die Gesundheit und damit auf die physische Leistungsfähigkeit aus.

Die Perspektive der Integralen Tanz- und Ausdruckstherapie

Die Tanztherapie kann als geniale Verbindung zwischen Tanzpädagogik und Tanzmedizin betrachtet werden. Sie nimmt technische Aspekte der Pädagogik auf, indem sie Elemente vielfältiger tänzerischer Methoden wie zum Beispiel Laban-Techniken, Ausdruckstanz und Improvisation als Basis anwendet, um mit Körperarbeit in tiefe Schichten des Menschen zu gelangen. Auf der anderen Seite ist die Tanztherapie in der Lage, medizinisch indizierte Krankheitsbilder anders als die Medizin zu sehen. Durch Tanz, Ausdruck und Versprachlichen einer Situation wird es dem Klienten möglich, Zusammenhänge und damit einen Sinn dahinter zu finden. Dieses Erkennen von Sinn, bei welcher Krankheit es auch sein mag, ist es, was Heilung auf ursprünglichen Ebenen ermöglicht. Die Tanztherapie arbeitet nach dem salutogenetischen Ansatz „Die Gesundheit stärken“.
Die Frage nach Gesundheit kann eine „neue Art zu denken“ anregen, die dazu befähigt, anstehende Probleme ursächlich zu lösen und Herausforderungen zu meistern.

Salutogenese (lat. salus = Gesundheit und griech. genesis = Entstehung)

Die alten Hochkulturen in China, Indien und Tibet hatten Vorstellungen davon entwickelt, wie der Mensch in seiner Welt leben sollte, damit er möglichst lange gesund bleibt. 
Folglich wurden Krankheiten als Abweichungen vom gesunden Leben verstanden und dementsprechend behandelt, damit die Erkrankten wieder in ihren ausgeglichenen Lebensrhythmus zurück finden und gesunden.
Wenn wir das Leben als Strom betrachten, in dem wir schwimmen und an schwierigen Stellen immer wieder einmal unterzugehen oder zu stranden drohen, so ist es das Ziel der salutogenetischen Ausrichtung, gut schwimmen zu lernen.

Woher kommt die Idee der Salutogenese?

Aaron Antonovsky (1923-1998), Begründer der Salutogenese, studierte Geschichte und Wirtschaft und kam zufällig nach dem 2. Weltkrieg mit der Medizinsoziologie und der Stressforschung in Kontakt. Er fragte sich, wie es Frauen in NS-Konzentrationslagern geschafft hatten, zu überleben und ihr Leben neu aufzubauen. Er nannte es das „Wunder des Gesundbleibens“!
Wie und wodurch konnten sie sich gesund erhalten?
Die Auswertung seiner Forschungen ergab, dass diese Frauen als übergeordnete Fähigkeit ein tiefes, kaum zu beschreibendes Vertrauen angaben, mit dem sie sich innerlich weit über persönliche Beziehungen hinaus “global“ miteinander verbunden gefühlt haben. Dieses Vertrauen nannte Antonovsky „Sense of Coherence“. Das Wahrnehmen von stimmiger Verbundenheit, oder in einem Wort, das Kohärenzgefühl.

Dieses Kohärenzgefühl besteht aus drei Komponenten bzw. Säulen:
1. Die Verstehbarkeit: Belastungen kann ich in Zusammenhänge einordnen.
2. Die Handhabbarkeit: Ich habe Ressourcen um Krisen zu meistern.
3. Die Bedeutsamkeit: Es lohnt sich, mich für meine Ziele einzusetzen.

Antonovsky sieht diese Perspektive, die er Salutogenese nannte, als Ergänzung der Pathogenese, als alternative Herangehensweise an die Erhaltung und Wiederherstellung unseres Wohlbefindens. Salutogenese und Pathogenese, der Fokus auf Gesundheit und der Fokus auf Krankheit, schließen sich hier keineswegs aus. Sie bilden vielmehr ein Kontinuum: Gesundheit bezeichnet alle Zustände, die „mehr gesund als krank“ sind, Krankheit alle Zustände, die „mehr krank als gesund“ sind.

Pathogenese (lat. pathos = Leiden und griech. genesis = Entstehung)

Für ein fundiertes Verständnis, was sich hinter der Perspektive der Pathogenese in der Medizin verbirgt, bedarf es einer Reise in die Medizin-Geschichte vom 6. Jahrhundert bis heute - im Zeitraffer! 
- Isidor von Sevilla (6./7. Jh.): Das Wort „medicina“ vom Wort „modus“ abgeleitet, von Mitte und Maß: Krankheit ist „immoderatio“ (Maßlosigkeit, Unmäßigkeit).
- Der Benediktiner Beda Venerabilis (12. Jh.): Kurz ist unsere Zeit - „tempus“. Jegliches hat seine Zeit.
- Petrus Hispanus (13. Jh.), Leibarzt von Päpsten: Der Mensch als Muster und Medium des Kosmos. Das „exemplar perfectius“, der adeligste Teil und zugleich das schwächste Glied, ein biologisches Mägelwesen.
- Paracelsus (1493 - 1541) Sein Konzept enthält die vier Säulen der Medizin, mit denen „gesund“ oder „krank“ einzuordnen seien. (Philosophia, Astronomia, Kunst Vulcani, Ultima Materia).
- Friedrich Casimir Medicus (1774) sah ein geheimnisvolles “Mittelding“ zwischen Leib und Seele, die belebende Kraft. Erstmals wurde die Einheit von Körper und Geist aufgebrochen und „Lebenskraft“ rein physisch-materiell interpretiert.
- Deutliche Zäsur im 19. Jh.: Die Trennung der heutigen Medizin von den älteren Konzepten der Heilkunde: Etwa um 1850 hat sich ein säkularer - weltlicher - Paradigmenwechsel von empirisch orientierter Heilkunde zur Medizin als angewandter Naturwissenschaft vollzogen.
- Definition heute: Pathogenese ist als Entstehungs- und Entwicklungsform einer körperlichen und / oder seelischen Krankheit zu verstehen, im Unterschied zur Ursache (Ätiologie). 
Die geistig-körperliche Gesamtheit des kranken Menschen trat zugunsten der naturwissenschaftlich beobachtbaren Symptome in den Hintergrund.

Integrale Tanz- und Ausdruckstherapie

Hier kommt, was im Laufe der Geschichte getrennt wurde, wieder zusammen: Die geistig-körperliche Gesamtheit des kranken Menschen!
Die Tanztherapie ist eine Form der Psychotherapie, die über Sprache hinaus Bewegungs- und künstlerischen Ausdruck nutzt. Dadurch ist ein Zugang zu vorsprachlichen Erfahrungen der Klienten möglich. Sie nutzt die aus alten Kulturen bekannte Heilkraft des Tanzes und zeigt dem Menschen Wege zu einem befreienden Ausdruck und einem tieferen Selbstverständnis auf – hin zur Resilienz.


Weiterführende Literatur:

Petzold, T.D. (2013), Gesundheit ist ansteckend. Praxisbuch Salutogenese, 2. Auflage. München: Irisiana (2020) 

Schipperges, H. (Hrsg.) (1985), Pathogenese - Grundzüge und Perspektiven einer theoretischen Pathologie. Berlin; Heidelberg; New York; Tokyo: Springer (Veröffentlichungen aus der Forschungsstelle für Theoretische Pathologie der Heidelberger Akademie derWissenschaften) 

Klein, P. (1993), Tanztherapie. Ein Weg zum Ganzheitlichen Sein. München: Pfeiffer (Reihe Leben lernen; 85)


Gitte Wax

Dipl. integrale Tanz- und Ausdruckstherapeutin, Lehrtherapeutin, Supervisorin (ITA München), Tanzpädagogin (DBT), Ballettpädagogin (DANAMOS), Zertifikat Tanzmedizin (ta.med).

Kontakt
: info@gittewax.de

 

 

Nr. 5


©cottonbro, pexels, 2022

Stressbewältigung im Tanz

Stress ist in den letzten Jahren zum Modewort schlechthin geworden, insbesondere während den vergangenen zwei Pandemiejahren. Jede*r ist gestresst, hat Unmengen an Dingen zu erledigen und ist konstant erreichbar. Man könnte fast glauben, „gestresst sein“ ist zu einer Auszeichnung in unserer heutigen Gesellschaft der Leistung und Selbstoptimierung geworden. Die Lösung ist nicht weit – schnell noch morgens eine kurze Meditation reinquetschen, zwischen zwei Tanzstunden das Mittagessen achtsam genießen und abends nach der Vorstellung ein schönes Schaumbad einlassen. Aber hat es sich damit mit dem Thema Stressbewältigung?

Was ist Stress?

Die Antwort auf diese Frage ist so komplex und vielschichtig wie die Definition von Stress selbst. Je nachdem aus welcher Perspektive man Stress betrachtet – biomedizinisch, sozial, psychologisch – stellen Forscher*innen andere Aspekte in den Vordergrund. Im grundlegendsten Sinne ist Stress eine Anpassungsreaktion unseres Körpers auf eine bestimmte Situation. Stress ist grundsätzlich nicht negativ, sondern die natürliche Aktivierungsreaktion des Körpers, um unsere Energiereserven zur Bewältigung dieser Situation freizusetzen. Dies hat uns früher im wahrsten Sinne des Wortes das Leben gerettet – Stichwort: Säbelzahntiger –, damit wir anschließend wieder auf unser Ausgangsniveau zurückkehren konnten. Es sind vielmehr unsere heutigen Stressoren, die weniger offensichtlich und länger andauernd sind, so dass einerseits die körperliche Stressreaktion weniger funktional ist und die wechselnden Phasen aus Beanspruchung und anschließender Erholung nicht mehr stattfinden. Um nun die optimale Strategie zur Stressbewältigung zu finden, müssen wir zunächst verstehen, wie Stressoren wirken und welche Vorgänge dabei auf kognitiver und physischer Ebene geschehen.

Welche Stressoren gibt es im Tanz?

Stressoren sind Faktoren, die unsere körperliche Stressreaktion auslösen, und sind u.a. physikalischer, physischer, mentaler und sozialer Natur. Physikalische Stressoren im Tanz können z.B. laute Musik und damit der Einfluss auf die Hörfähigkeit und die Stimme sein. Auch ungewohnte Schuhe oder Kostüme, die Beschaffenheit des Tanzbodens und Kälte oder Hitze im Tanzsaal stellen mögliche physikalische Stressoren für Tänzer*innen und Tanzpädagog*innen dar. Zu den physischen Stressoren zählen einerseits die immense körperliche Belastung durch häufige und anstrengende Proben sowie lange und späte Arbeitszeiten, aber auch Schmerzen und Verletzungen. Genauso zahlreich, allerdings weniger offensichtlich sind die mentalen und sozialen Stressoren im Tanz. Angefangen von zwischenmenschlichen Beziehungen, fehlendem sozialen Rückhalt und der finanziellen Situation bis hin zum Motivationsklima und wahrgenommenen Kontrollerleben im Tanzsaal sind Tänzer*innen und Tanzpädagog*innen tagtäglich einer Vielzahl an Stressoren ausgesetzt. So gravierend dies nun klingen mag, darf man dabei aber nicht übersehen, dass diese Stressoren für uns oft Gelegenheiten zum Lernen und persönlichem Wachstum darstellen.

Wie bewerten und interpretieren wir Stressoren?

Jeder dieser objektiven Stressoren kann potenziell stressauslösend sein, ob tatsächlich eine Stressreaktion daraus erfolgt und wie stark diese ausfällt, ist jedoch sehr individuell. Unbewusst bewerten und interpretieren wir die Situation auf zwei Arten: Ist diese Situation positiv oder irrelevant – oder stellt sie eine Herausforderung, Bedrohung oder Gefahr für mich dar? Und sollte letzteres der Fall sein, habe ich die nötigen Ressourcen, um diese Situation zu lösen? Die Stressreaktion fällt demnach umso stärker aus, je bedeutsamer die Situation für uns ist – z.B. Vortanzen vor der Gruppe vs. Audition – und je unsicherer wir in Bezug auf unsere Fähigkeiten, diese erfolgreich zu lösen, sind. Wie dieser Bewertungsprozess dabei letztendlich ausfällt, hängt sowohl von unseren bisherigen Erfahrungen in ähnlichen Situationen ab – habe ich z.B. in früheren Auditions bereits Fehler gemacht? – als auch von unseren Erwartungen, Zielen und Motiven.

Was geschieht bei einer Stressreaktion?

Interpretieren wir die Situation nun als Stressor gerät unsere Stressreaktion in Gang – wir merken, wie unser Herz schneller schlägt, unsere Atmung flacher wird und unsere Muskulatur verspannt. Neben diesen körperlichen Symptomen nehmen wir vielleicht auch noch kognitiv-emotionale (z.B. Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten) oder auch behaviorale (z.B. Gereiztheit) Folgen wahr, die alle durch den gleichen Mechanismus ausgelöst werden. Über mehrere Schaltstellen im Gehirn wird die erste „trockene“ neuronale Stressachse ausgelöst: Durch die Ausschüttung von Noradrenalin wird der Sympathikus anregt, der seinerseits die Produktion von Adrenalin im Nebennierenmark fördert – unser gesamter Körper wird aktiviert. Sollte diese erste Aktivierungsreaktion die Situation noch nicht gelöst haben, wird die zweite „nasse“ endokrine Stressachse gestartet und Cortisol wird über mehrere Schritte aus der Nebennierenrinde in den Blutkreislauf ausgeschüttet. Bis hier hin haben wir es mit einer natürlichen Reaktion unseres Körpers zu tun – problematisch wird es, wenn der Cortisolspiegel durch anhaltende Stressoren erhöht bleibt und es nicht zu einer anschließenden Phase der Erholung kommt. Wird Stress chronisch, kann es zu einer Vielzahl an gesundheitlichen Folgen kommen – im Tanz ist darüber hinaus die Gefahr eines Übertrainings oder auch eines leistungsbezogenen Burnout sowie das Verletzungsrisiko erhöht.

Welche Strategien zur Stressbewältigung gibt es?

Uns stehen nun verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um am Stressor selbst, unserer Bewertung oder unserer Stressreaktion anzugreifen. Dazu gehört es, Stressoren zu reduzieren oder auch eigene Kompetenzen zu erweitern – z.B. im Falle von finanziellen Sorgen und beruflicher Absicherung, sich bewusst mit diesem Bereich auseinanderzusetzen und weiterzubilden (s. Blogbeitrag Nr. 4: Berufsunfähigkeit im Tanz). Allerdings sind hier dem*r einzelnen Tänzer*in und Tanzpädagog*in Grenzen gesetzt, weshalb es unsere gemeinsame Aufgabe sein sollte, auch das System Tanz in Bezug auf Stress zu verändern. Über mentale Strategien, wie sie auch in der angewandten Sportpsychologie genutzt werden, können wir unsere Bewertung und Interpretation von Stressoren und unserer Bewältigungsressourcen beeinflussen. Hierbei können Methoden wie kognitive Restrukturierung oder positive Selbstgesprächsführung uns helfen, die Situation als weniger bedrohlich wahrzunehmen und unser Selbstvertrauen in unsere Fähigkeiten zu stärken. Zuletzt bleibt uns immer noch die Möglichkeit, unsere Stressreaktion abzuschwächen und Erholung zu fördern, sei es über körperliche (z.B. Dehnen, Yoga) und mentale Methoden (z.B. Entspannungsverfahren, soziale Kontakte), oder auch über ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung. Die anfängliche Frage, ob Meditation und Self-Care in Form von Schaumbad uns in Bezug auf unser Stresserleben helfen können, ist deshalb „Ja“ – solange sie nicht zu einem weiteren Punkt auf unser endlosen, abzuhakenden To-Do-Liste werden.

 

Weiterführende Literatur:

Kaluza, G. (2018). Gelassen und sicher im Stress (7. Aufl.). Berlin: Springer-Verlag.

Kaluza, G. (2018). Stressbewältigung: Trainingsmanual zur psychologischen Gesundheitsförderung (4. Aufl.). Berlin: Springer-Verlag.

 

Anja Ofenstein

Sportwissenschaftlerin, M.Sc. & Sportpsychologische Expertin i.A.

Kontakt: AOMentalestraining@gmail.com


Nr. 4

 

©pavel-danilyuk, pexels, 2022

„Ich will doch nur tanzen!“ - Berufsunfähigkeit im Tanz 

Bisher waren viele Tänzer*innenvom romantischen Gedanken an die Kunst, dem Streben nach „Perfektion“ und der Sehnsucht nach der Bühne geprägt. Nicht erst seit der Pandemie fallen körperliche und psychische Verletzungen im Tanz auf und dem Einen oder Anderen mag auch schon die Frage begegnet sein: Was passiert, wenn ich nicht mehr tanzen kann?

 Durch ein hierarchisches Pyramidengebilde reicht es im Grunde in der Wahrnehmung einiger Menschen aus, eine*n erfolgreiche*n Solist*in pro Generation hervorzubringen. Doch was passiert mit dem Rest? Und was passiert, wenn auch dieses eine Talent durch gewisse Umstände wegbricht?

Natürlich ist man auch durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) nicht vor dem Alltag und seinen Herausforderungen geschützt, allerdings kann sie einen positiven Beitrag vor allem im Alter schaffen. Dieser Beitrag soll eine erste Annäherung zu diesem Thema darstellen und über Möglichkeiten informieren. Denn besonders in jungen Jahren ist doch die Vorstellung von andauernden Schmerzen oder dem Verlust eines Traumes nicht wirklich denkbar.

Unzählige Beispiele zur Beendigung einer Karriere sollten jedoch Aufmerksamkeit für eine mögliche Optimierung des Tanzalltages und noch früher - in der Tanzausbildung - schaffen

 Was kann die BU zahlen?

In einer BU wird eine Rente vereinbart, welche im Fall der Fälle ausgezahlt wird. Wichtig in jedem Fall ist, dass die sogenannte Abstrakte Verweisung ausgeschlossen ist. Dies bedeutet, dass trotz einer Unfähigkeit selbst zu tanzen, die Möglichkeit besteht, sich anderweitig in der Branche zu betätigen ohne eine Zahlung der BU zu erhalten. Außerdem sollte eine gute Flexibilität bei einer Änderung der eigenen Lebensumstände bestehen, um diese möglicherweise anpassen zu können. Auch Zahlungen bei einer schweren Erkrankung wie zum Beispiel Krebs können enthalten sein.

 Was sollte man wissen?

Tänzer*innen gehören, wie andere Kunstsparten auch, zur Hochrisikogruppe. Das bedeutet, dass sie als professionelle Künstler*innen kaum eine Chance haben, eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen. Das liegt daran, dass die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls durch Verletzungen ungleich höher ist als in vielen anderen Berufen. Hierbei gilt also die Devise: Je früher, desto besser.

Durch die täglichen physischen und psychischen Herausforderungen bringen sich Tanzende über Jahre an ihre Grenzen und dennoch ist ihr Körper ihr Instrument, ihr Kapital. Kaum ein Tanzender macht seinen Abschluss ohne eine Verletzung. Seien es nur kleine „Wehwehchen“ oder schwerwiegende Unfälle.

 Ein weiterer Hinweis:

Ein ums andere Mal wurde ich in meiner Recherche mit Aussagen konfrontiert wie „das bringt nichts und ist teuer“ oder „die zahlen nicht“.

Eines der wichtigsten Kriterien zum Abschluss eines Versicherungsvertrages ist Transparenz und Ehrlichkeit. Wer im Voraus Krankheiten oder Belastungen verschweigt, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen in die Versicherung zu kommen, wird wahrscheinlich am Ende nicht glücklich werden. Denn auf die Richtigkeit und Vollständigkeit wird in jedem Vertrag mehrfach hingewiesen. Eine Absicherung ist möglich, wenn beide Seiten die Fakten kennen. 

Welche Möglichkeiten gibt es für Tänzer*innen sich zu versichern?

  1. Die echte Schüler-BU: Besonders für Eltern, die ihre Kinder unterstützen und auf eine Ballettschule schicken können, kann das eine interessante Überlegung sein. Die echte Schüler-BU bietet eine frühe Absicherung und kann ein Wegbereiter für die Zukunft sein. Je früher das Eintrittsalter ist, desto geringer sind die Vorbelastungen und desto wahrscheinlicher ist auch die Annahme eines solchen Antrages. Die echte Schüler-BU beinhaltet zudem die sogenannte Günstigerprüfung, die dafür sorgt, dass die Schüler*innen nach Abschluss ihrer schulischen Laufbahn auch im anschließenden Beruf eine Absicherung erhalten ohne einen teuren Beitrag zahlen zu müssen, weil sie dann z.B. als Tänzer*in  zur Hochrisikogruppe zählen würden. So könnte ein*e 10-jährige*r Gymnasiast*in in der Basisversion bereits mit 25€ im Monat versichert werden und könnte im notwendigen Fall eine Auszahlung von 1.000€ erhalten. Individuelle Angebote sind dabei selbstverständlich abzuklären.
  2. Auch für Studierende kann sich ein früher Einstieg lohnen. Grundsätzlich gilt: Wer sich früh absichert, zahlt einen günstigeren Beitrag. Oftmals gibt es noch wenige Vorerkrankungen und die Wahrscheinlichkeit der Annahme des Antrages ist höher. Für Musiker*innen gibt es tatsächlich eine Musiker-BU. Herr Robert Urban führt in zweiter Generation das über 30-jährige Sonderkonzept für Musiker*innen, in Fragen der beruflichen Absicherung weiter. Neugierige können sich hier informieren: https://musiker-bu.de/
  3. Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung: Für diejenigen, die bereits professionell arbeiten und deshalb nur schwer in eine BU kommen, gibt es noch ein paar andere Möglichkeiten, bei denen es interessant sein könnte, sich zu informieren und beraten zu lassen. So gäbe es die Möglichkeit der Grundfähigkeitsabsicherung oder der Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Hierbei geht es dann nicht mehr nur um den Tanz, sondern um alltägliche Dinge, die eingeschränkt sein können: angefangen beim Autofahren, psychischen Belastungen oder dem Verlust eines Sinnes. Im Bereich Grundfähigkeit ist der Baustein Psyche bei weitem nicht so umfangreich wie bei einer BU, ist aber durchaus ein Auslöser. Hierbei kann eine individuelle Beratung und das Errechnen eines passenden Angebotes helfen, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Unabhängig der Entscheidung für oder gegen eine Versicherung, ist es mir persönlich wichtig, dieses Thema einmal zu beleuchten und ein paar Informationen zu recherchieren, damit sich angehende und professionelle Tänzer*innen darüber Gedanken machen oder sich beraten lassen können.Unser „Sein“ als Künstler*innen ist unsere Gesundheit und dieser sollten wir Beachtung schenken.

Anne Stranka 
Tanzmedizin Köln, Physiotherapeutin für Tanzmedizin 
Kontakt: info@tanzmedizin-koeln.de


Nr. 3

 
© JackF, Adobe Stock, 2022

Muskuläre Dysbalance

Muskuläre Dysbalancen – was ist das überhaupt? Vielleicht ist dem*der einen oder anderen schon aufgefallen, dass sich der Körper nach einer langen Trainingssession oder einem langen Performancetag schief oder unausgeglichen anfühlt. Dazu zählt auch Muskelkater, der nur an bestimmten Stellen des Körpers auftritt. Doch woran liegt das und welche Auswirkungen kann das haben?

Muskuläre Unausgeglichenheit taucht nicht nur innerhalb einzelner Muskeln und ihren Gegenspielern auf, sondern macht sich auch zwischen ganzen Muskelgruppen oder gar Körperseiten bemerkbar. Die Entstehung kann auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden. Zum einen können Ausweich- und Kompensationsbewegungen aufgrund von Schmerzen oder fehlender Kraft eine Mehr- oder Fehlbelastung hervorrufen, wodurch eine Festigung in unserem Bewegungsgedächtnis entsteht, welche dazu führt, dass die Ausführungsweise der Alternativbewegung gefestigt wird. Zum anderen zählen zur Entstehung auch die kontinuierliche Wiederholung einzelner choreografischer Teile zu Probenzeiten oder auch das häufigere Priorisieren der „besseren“ Seite im Training, wodurch sich der Schwerpunkt auf eine Körperseite verschiebt. Klingt erstmal nicht schlimm, aber muskuläre Dysbalancen sind ein Faktor für ein erhöhtes Verletzungsrisiko.

Tradition vor Gesundheit im Tanztraining?

Klassische Trainingsmethoden haben einen hohen Stellenwert im professionellen Tanz, weil sie seit jeher zu den erforderlichen Ergebnissen führen. Jedoch können diese oftmals ein Risiko für die Gesundheit sein. Eine Tanzkarriere ist nicht ohne Grund zeitlich begrenzt. Passionierte Balletttänzer*innen fragen sich bestimmt, warum besonders das klassische Balletttraining zu muskulären Dysbalancen führen kann. Auf der einen Seite wird dieses in symmetrischer Form ausgeführt, was die Entstehung von Dysbalancen eigentlich verhindern könnte. Allerdings tragen auf der anderen Seite in diesem Bereich bestimmte Bewegungsmuster und die körperlichen Anforderungen wie das Turn Out zu einer einseitigen Belastung bestimmter Muskelgruppen bei. Die Bewegung des Turn Out führt beispielweise zu einer Störung des Muskelgleichgewichts zwischen Hüftabduktoren und -adduktoren. Weiterhin können Schonhaltungen und Ausweichbewegungen bei Schmerzen oder auch kompensatorische Haltungen zur Perfektionierung der Endposition wie bei einem Grand battement zur Entstehung von muskulären Dysbalancen beitragen. Zuletzt kann in diesem Zusammenhang noch die Mehrbelastung einer bestimmten Seite angesprochen werden. Positionen, die bei der Performance häufiger verlangt werden, müssen auch häufiger trainiert werden. Wird eine lange Halteposition mit dem rechten Bein á la seconde bei der Vorführung gefordert, dann liegt es nahe, diese Position auch öfter und intensiver zu trainieren, um am entscheidenden Tag die gewünschte Leistung abrufen zu können.

Welche Rolle spielt die Kunst in diesem Zusammenhang?

Abgesehen von den Trainingsstrukturen und -methoden werden auch Choreografien nicht auf der Basis trainingswissenschaftlicher Erkenntnisse konzipiert, sondern aus dem künstlerischen Blick erschaffen. Die gesundheitlich sinnvolle anatomische Balance der Bewegungen steht selten im Vordergrund. Dies führt dazu, dass sie Tänzer*innen viel abverlangen. Verdeutlichen wir dies am Beispiel von Sprungbelastungen, die einseitig gelandet werden. Nach einer hohen Durchführungsanzahl ist die eine Seite deutlich mehr ermüdet als die andere. Wird nun für mehrere Stunden ein und derselbe Part immer und immer wieder geübt, so führt das zu einer stärkeren einseitigen Ermüdung. Dies kann in Kombination mit möglichem Konzentrationsabfall nach mehreren Stunden des Probens die Verletzungsgefahr erhöhen. Ein weiteres Beispiel sind auf einer Seite ausgeführte Halteelemente. Nehmen wir das Corps de Ballet, das in verschiedenen Choreografien längs der Bühnenränder aufgestellt ist. Die tänzerische Abfolge wird gespiegelt und somit wird die eine Hälfte rechtslastig und die andere linkslastig beansprucht. Auch hierbei spielt die Ermüdung eine große Rolle. Noch ernster wird die Lage, wenn die Seite spontan gewechselt werden muss und ein unvorbereiteter Körper dennoch dieselbe körperliche Leistung erbringen soll. Die Forschung ist in dem Bereich der Analyse von Choreografien auf Seitenunterschiede noch in den Kinderschuhen. Doch Tänzer*innen sollten während des choreografischen Erarbeitungsprozesses aktiv dagegenwirken.

Weiterentwicklung der traditionellen Trainingsstrukturen zur Prävention?

Ein gänzliches Ersetzen von Trainingseinheiten durch alternatives gesundheitsförderliches Training würde zu einem zu hohen Verlust der technischen Fähigkeiten führen. Am effektivsten wäre eine Kombination von traditionellen Trainingsmethoden mit einem an die Anforderungen angepassten Kraft- und Ausdauertraining. Dafür sprechen auch die begrenzten zeitlichen Möglichkeiten, die im Alltag professioneller Tänzer*innen für Ausgleichstraining zur Verfügung stehen. Jedoch hemmen oftmals nicht nur Trugschlüsse wie der Verlust von Flexibilität oder ästhetische Veränderungen durch zu viel Krafttraining die Umsetzung in der Praxis. Auch Unwissen und die Traditionserhaltung steht den gesundheitsorientierten Trainingsreformen im Weg. Dabei spielt ebenso die Sicht der Tänzer*innen auf sich selbst eine große Rolle. Sie sind Hochleistungssport treibende Künstler*innen, deren Körper ihr Kapital ist. Die Fragen, die sich stellen sind also: wie lange kann die Kunst mit gesundheitshemmenden Trainingsstrukturen und -methoden von diesen Tänzer*innen verkörpert werden? Hat die Kunst nicht mehr von gesunden und leistungsstarken Tänzer*innen?

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Entstehung von muskulären Dysbalancen im Berufsalltag von professionellen Tänzer*innen nur einen kleinen Teil ausmacht. Dennoch sollten sie nicht außer Acht gelassen werden, denn durch präventives Aktivitätsverhalten fernab der tänzerischen Arbeit und weiterentwickelten Trainingsmethoden könnten Tänzer*innen leistungsstärker werden und länger künstlerisch wirken. Ob und wann die traditionell geprägte Welt des Tanzes sich gänzlich für wissenschaftliche Erkenntnisse öffnen und für Veränderungen bereit sein wird, bleibt eine ungeklärte Frage. Doch „wenn es die Aufgabe eines Tänzers ist, die Grenzen seines Körpers auszuloten, um damit emotionale Reaktionen im Publikum auszulösen, wenn er damit Athletik zur Kunstform erhebt – dann kann Wissenschaft dabei helfen“ (Bailey, 2019, letzter Absatz).

Hannah Hofmann
Institut für Bewegungstherapie und bewegungsbezogene Prävention und Rehabilitation
Deutsche Sporthochschule Köln
Kontakt: h.hofmann@dshs-koeln.de

Eine Literaturliste kann per E-Mail angefordert werden. 


Nr. 2

 
© svetography, Adobe Stock, 2021

 

Schluss mit den falschen Vorstellungen!
Warm-up und Warm-down sind für Tanzende unerlässlich

Warm-up ist essenzielles Training, um den Körper leistungsfähig für die zu erwartenden Übungen machen. Es ist KEIN Zusatz-Training und gehört daher IN den Unterricht! Wer anders denkt, liegt aus Sicht der Dance Science leider gänzlich falsch.

Dance-Science-Wissenschaftler empfehlen für ein adäquates Warm-up diese Inhalte: Gelenke-Warm-up, Roll-down, Füße-Übungen, Pliés, Sprünge/Kardio-Training, Bauchmuskeln/Core-Training und einen Kurz-Stretch.

Stretching: Viele Studien – ein Fazit

Das Thema Stretching wird in der Tanzszene immer noch kontrovers diskutiert. Dehnen steigert die Flexibilität – das steht außer Frage. Belastung und Schmerz sollten dabei jedoch vermieden werde. Stretchen ist eben nicht gleich Stretchen.

Besonders beim Dehnen im Warm-up sind aus Präventionsgründen Contract-Release-Techniken zu bevorzugen, um die Muskeln vorzubereiten und nicht schon vor der Belastung auszudehnen. Tanzlehrerende und Tanzende sollten davon absehen, sich beim Aufwärmen ausschließlich auf statische Dehnungen zu verlassen. Zusätzlich zu den eher kurzen statischen Dehnungen sollten unbedingt dynamische Dehnungen einbezogen werden.

Fitness im Tanz zur Prävention von Verletzungen

Bei schlechter Fitness ermüdet der Körper schneller und das Verletzungsrisiko steigt. Leider sorgt Tanztraining allein nicht für die erforderliche Fitness. Eine Verbesserung des kardio-respiratorischen Systems kann z. B. durch den „Dance Aerobic Fitness Test“ für Laien bis Profis erzielt werden.

Warm-down ≠ Cool-down

Das Warm-down ist als Training zur Regeneration des Körpers zu verstehen. Es soll den Körper zurück zur Normalität bringen, die Regeneration der Muskeln beschleunigen, das Verletzungsrisiko minimieren, den Parasympathikus für das Wiederherstellen der Energiereserven aktivieren, die Regenerationsfähigkeit des Skelettmuskels gewährleisten und das Immunsystem stärken, da nach abruptem Aufhören der Körper anfällig für kleinere Infektionen sein könnte. Die Inhalte eines Warm-downs sind nicht abhängig von der Tanzform, sondern vom Level der Tänzer*innen und den vorangegangenen Belastungen.

Hinweis: Stretching selbst ist kein gutes Mittel, um sich des leidigen Muskelkaters zu entledigen. Leichte Vibrationen können die tiefensensible Nerven-Muskel-Kommunikation erhöhen, was zu Schmerzreduzierung, Verbesserung der Stimmung und möglicherweise zur Verbesserung der Lymphdrainage führen kann. Eine aktive Erholungsphase wie Wandern, Radfahren, andere Sportarten etc. reduziert den Laktatgehalt im Blut ausreichend Ruhephasen sollten eingehalten werden, da all dies zur Regeneration nach einem Training beiträgt.

Der gesamte Artikel ist nachzulesen bei DANCE for YOU: 100. Ausgabe (04/21)


Gerd Mittag
, M.Sc. & MAS Dance Science
ta.med - Tanzmedizin Deutschland e. V.
Kontakt: gerd.mittag@tanzmedizin.com 


Nr. 1


© Sophia Lindner

a c t ‘ b l e

Spitzenschuhe neu gedacht – weniger Schmerzen, längere Lebensdauer und ganz neue Möglichkeiten der Bewegung. Auf der Spitze kraftvoll, und flexibel für die Auf- und Abrollbewegung durch das Relevée.

Der Fuß wird zu Beginn vermessen, um daraufhin eine Form der Sohle zu generieren, die sich den individuellen Bedürfnissen der Athlet*innen perfekt anpasst. Fuß und Zehen werden aufgrund dieser Sohlen-Geometrie und der separaten „Skin“ (Überschuh) optimal unterstützt, und die Gesundheit des gesamten Körpers wird geschont. Aufwendiges Präparieren und passend Machen wird überflüssig und die Lebensdauer durch das zweiteilige Sohlen-Skin-Prinzip und moderne Materialien um ein Vielfaches länger.

Mit dieser Idee wurde die Designerin Sophia Lindner 2018 zum 14. Kongress für Tanzmedizin eingeladen - vielleicht erinnert sich der ein oder andere an ihren Auftritt. In der Zwischenzeit ist das Projekt zu einem jungen Unternehmen herangewachsen, und in unserem Studio in Karlsruhe wird an tanzbaren Prototypen gearbeitet, welche hoffentlich schon ganz bald bühnenreif sein werden. Unser Weg dorthin wird begleitet von unseren Partnern und Experten aus unterschiedlichsten Bereichen. Dazu gehören das Fraunhofer-Institut in Stuttgart (Forschung), Tanzmediziner*innen und Spezialist*innen aus er Schuhindustrie.

Ein Stück Weg liegt allerdings noch vor uns, um einen Schuh zu schaffen, der jeden Fuß wirklich ideal unterstützt – und schützt:

Im Moment heißt es daher testen, testen, testen. Vor Ort begleiten uns Profitänzerinnen der umliegenden Theater und Kompanien - und weltweit mithilfe unseres online Fragebogens - um die verschiedensten Bedürfnisse, Wünsche, Erfahrungen und Visionen kennenzulernen und in den Entwicklungsprozess mit einzubinden. Damit der große Entwicklungsschritt des ikonischen und traditionsreichen Spitzenschuhes gelingt, ist die enge Zusammenarbeit mit Athlet*innen das Wichtigste überhaupt, und das Feedback und Engagement nebenbei die größte Motivation!


Eine herzliche Einladung also an alle, neugierig dem Link zu folgen, mitzumachen, zu teilen, zu posten und weiterzuleiten. Eine repräsentative Anzahl an Ergebnissen ist jetzt besonders wichtig, da uns Verhandlungen mit Investoren bevorstehen, die wir überzeugen möchten … (und müssen!), damit die Vision Wirklichkeit werden kann.
https://actable.typeform.com/to/OsxXL5

 

Mehr als Willkommen sind Tänzer*innen in erreichbarer Nähe zu Karlsruhe, die ein Teil von act’ble werden wollen und gemeinsam mit uns ihre eigenen Prototypen testen wollen. Wir freuen uns über jede Nachricht!!

Kontakt: hello@abletoact.com