DISKUSSIONSABEND - Inklusiver Tanz am 10.04.2021

Ort:
online
(Google Maps)
Zeit:
17:00-19:00
Referent:
Claudia Neumayer
Anzahl Stunden:
2
Beschreibung:

Inklusiver Tanz, Kunst oder Therapie?

Referentin: Claudia Neumayer

Eintreffen und informeller Austausch ab 17:00 Uhr, Praxisbeitrag (ab 17:30), gefolgt von einer Diskussionsrunde zum Thema.

Claudia Neumayer (www.jederkanntanzen.com), Physiotherapeutin und Tanzpädagogin, präsentiert ihr gesundheitsförderndes Kunstkonzept „Jeder kann tanzen“. Die hierfür zugrundeliegende Evidenz lieferte die WHO 2019 in ihrem Review (http://www.euro.who.int/en/publications/abstracts/what-is-the-evidence-on-the-role-of-the-arts-in-improving-health-and-well-being-a-scoping-review-2019  )

In der anschließenden Diskussion wird Vera Rosner-Nogel von DanceAbility (www.danceability.at) in Bezug zu ihrer Präsentation beim Online-Kongress für Tanzmedizin 2021 (https://www.tamed.eu/Kongress) die Erkenntnisse der Mellow Yellow Kunstinitative einbringen (zum Zwischenbericht www.mellowyellow-bericht-2020.mad-dance.at).

Welches Potential hat inklusiver Tanz für Ihre tägliche Praxis?

 

Inklusiver Tanz, Kunst oder Therapie?

In den letzten Jahren haben sich vielfältige Konzepte etabliert, die Tanz für Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten oder auch für Menschen mit bestimmten Erkrankungen zum Inhalt haben, so z.B.: 

  • Contemporary Dance für Parkinsonbetroffene (entwickelt von der Marc Morris Dance Company, New York),
  • Tango- und Standardtanz für Parkinsonbetroffene und ihre Angehörigen,
  • Dance Ability von Alito Alessi für Menschen mit allen Fähigkeiten, (entwickelt aus der Kontaktimprovisation),
  • Community Dance für alle Bevölkerungsgruppen (bekannt geworden durch Royston Maldoom basierend auf Contemporary Dance).

Das Selbstverständnis dieser Konzepte (außer beim Standardtanz) ist dabei vorrangig künstlerisch. Die Gesundheitsförderung steht bei ihnen nicht im Vordergrund, sondern stellt sich durch das künstlerische Tun ein.

 

Das Jeder kann tanzen – Konzept ist im Gegensatz dazu ein inklusives Konzept, hauptsächlich zur Gesundheitsförderung entstanden, dass sich vor allem für heterogene Gruppen eignet, d.h. Menschen mit und ohne körperliche oder geistige Einschränkungen, so wie Menschen mit und ohne psychische Belastungen wie z.B. Depressionen. Es eignet sich auch besonders gut dafür Menschen Zugang zu Tanz überhaupt erst zu ermöglichen.

Eine solche Heterogenität erfordert, dass Tanzstunden auf die individuellen -auch tagesformabhängigen - Bedürfnisse und Befindlichkeiten der Tanzenden zugeschnitten werden. Einen spezifischen Tanzstil oder eine bestimmte/ komplexere Choreographie zu erlernen ist hier nicht vorrangig das Ziel.

Um flexibel zu sein, verbindet das Jeder kann tanzen – Konzept stattdessen Elemente aus unterschiedlichsten Tanzstilen. Hierzu zählen sowohl Stile, die dem Bevölkerungsdurchschnitt eher bekannt sind (z.B. Standardtanz, Tango Argentino, Kreistänze, Gymnastik, Sitztanz), aber auch weniger bekannte Tanzformen, wie Improvisationstanz und kreativer Tanz.

Durch das Tanzen können die Teilnehmenden u.a. mit Spaß die eigenen Bewegungsmöglichkeiten erleben und sie im sozialen Miteinander stabilisieren oder vergrößern.

Weitere Ziele sind: Den eigenen tänzerischen Ausdruck finden und die seelische und körperliche Gesundheit fördern.

Der Vorteil der populäreren Tanzformen besteht darin, dass seitens der Tanzenden meist weniger Berührungsängste bestehen, so dass sie sich besser auf das Tanzen einlassen können. Dagegen bieten die Elemente der kreativen Tanzrichtungen ganz besonders die Möglichkeit, die tänzerische Form mit eigenem Ausdruck zu füllen.

 

Kurzbiographie Claudia Neumayer (www.jederkanntanzen.com):

Physiotherapeutin und Tanzpädagogin, außerdem

- Ausgebildet zum „Dance Ability Teacher“ (Improvisationstanz für Menschen mit körperlichen und kognitiven Einschränkungen)

- Teilnahme an zahlreichen Fortbildungen in Improvisationstanz und inklusivem Tanz (seit 2007)

- praktiziert selbst wöchentlich Improvisationstanz, Standardtanz und Tango Argentino

-  Vorträge und Workshops auf Kongressen etc.

- unterrichtet Standardtänze, Kreistänze und Improvisation für Menschen mit und ohne Behinderungen auch in Selbsthilfegruppen und Kliniken.

- diverse Aufführungen u.a. im Staatsballett Berlin im Rahmen des Forums Dance and Creative Wellness.

 

 

 

Anmeldung:

Anmeldung bitte an oesterreich@tanzmedizin.com mit Betreff "DA+Ihr Name"

Kosten:

ta.med-Mitglieder & Mitglieder des ÖBfTDBfT, Akademie für Tanzpädagogik & Tanzmedizin (Bitte um Angabe der Mitgliedsnummer bei der Anmeldung): gratis

Externe Teilnehmer: 10€ (Verwaltungsbeitrag)

 

Die Anmeldung ist für externe Teilnehmer erst bei Eingang der Überweisung verbindlich.

Überweisung inkl. Angabe von Name, Email und der Kennzeichnung "DA" an "Tanzmedizin Österreich (ta.med)" Easybank IBAN: AT49 1420 0200 1096 6168; BIC: BAWAATWW.

Wir bitten um Verständnis, dass ein Storno nach erfolgter Einzahlung nicht mehr möglich ist.

 

Danke an Claudia Neumayer & Vera Rosner-Nogel für die Zeitspende!

Herzlichen Dank auch an RAD und Eva-Maria Mihan für die technische Unterstützung.

Weitere Informationen zum Ablauf finden Sie hier. Es gelten die allgemeinen Datenschutzbedingungen von ta.med.

 

Der Diskussionsabend wird online veranstaltet. Ein Link wird am Veranstaltungstag bis 12 Uhr an die angegebene E-Mail Adresse ausgesendet.

Hast Du ein Thema für einen der nächsten Diskussionsabende? Schreib uns und mach einfach mit: oesterreich@tanzmedizin.com – ob als Mitglied, im Ehrenamt, als Sponsor oder durch deine Tätigkeit in der Praxis, du lebst Tanzmedizin!

 

Meine Kosten:
10 Euro für externe Teilnehmer
Kontakt: